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Gedanken zu den Werken

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Mit meinen "aktuellen Werken" unter dem Titel «Die Augen sind die Fenster der Seele»

(oculi fenestra animae) möchte ich den Betrachter dazu einladen, sich mit seinem Gegenüber näher zu befassen und hinter die Fassade, die der Momentaufnahme entspringt, zu blicken.

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Ich habe das Gefühl, dass Menschen in der heutigen Zeit sehr auf sich und den äusseren Schein bedacht sind.  Viele leben auf einer Art «Ego-Insel», die an anderen nur vorbeitreibt. Diese wird jedoch weder verlassen, um andere Inseln zu erkunden, noch wird jemandem der Zutritt auf die eigene gewährt. Der perfekte Eindruck zählt, für Unvollkommenheit, Schwäche und Verletzlichkeit ist kein Platz. Nur wenige machen sich die Mühe zu hinterfragen, ob das Bild, das ihnen ihr Gegenüber bietet, auch kongruent mit seiner Gefühlswelt und der puren Person ist. Und genau zu diesem «wirklichen Hinsehen und ehrlichen Hinterfragen» möchte ich mit meinen Bildern, sowie auch im echten Leben, animieren.

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Zu der Umsetzung

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Die Mimik der porträtierten Personen halte ich bewusst neutral, ohne ausgeprägte Emotionen, lege den Fokus jedoch auf die Augen, damit der unverfälschte Blick, Raum zur Interpretation erlaubt. In diesem Sinne greife ich die beiden Zitate «Man kann nicht nicht kommunizieren» von Paul Watzlawick sowie »Die Augen sind die Fenster der Seele» von Hildegard von Bingen auf, und versuche den Betrachter auf diese Weise zu ermutigen, die Gefühlslage der dargestellten Person zu erörtern.

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Der plakative Hintergrund, der die bunte und laute Schnelllebigkeit des Lebens repräsentieren soll, verdeutlicht zusätzlich den Kontrast zur schwarz-weiss anmutenden Person und ihrer melancholischen Stimmung. Durch den Einbezug symbolischer Elemente versuche ich auf die Charakterzüge der porträtierten Person hinzuweisen und den Betrachter zu ermuntern über deren Bedeutung sowie Einfluss zu sinnieren. 

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© 2025 Magdalena Langenegger. Erstellt mit Wix.com

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